Torfhaus

Torfhaus ist ein Ortsteil der Gemeinde Altenau im Harz und liegt auf einer Höhe von etwa 800 m NN.

Allgemeines

Der Ort besteht vorwiegend aus Ausflugslokalen und riesigen Parkplätzen und ist die höchstgelegene Siedlung Niedersachsens. Torfhaus ist ein viel besuchter Ort, da von hier aus in relativ kurzer Zeit der Brocken zu erreichen ist. Auch führt die Hauptverkehrsverbindung in den Süd- und Ostharz, die Bundesstraße 4 über Torfhaus. Torfhaus ist Sitz des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus. Torfhaus verfügt im Winter über zahlreiche Ski-Langlauf-Loipen, die ins Brockengebiet führen. Daneben sind eine Rodelbahn und zwei Ski-Hänge mit Schleppliften vorhanden.

Bis zur deutschen Wiedervereinigung war Torfhaus vor allem Ausichtspunkt auf den nahen, aber unerreichbaren Brocken. Außerdem gab es hier ein Informationszentrum über die Grenzsicherungsanlagen der damaligen DDR. Heute ist er beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen über den Goethe-Weg zum Brocken. Doch auch eine Wanderung über den Magdeburger Weg Richtung Altenau, vorbei an der steilen Wand zur Wiege des Dammgrabens, hat ihren Reiz nicht verloren (siehe Harzer-Hexen-Stieg).

Sendeanlagen

Torfhaus ist Standort von zwei großen Sendeanlagen, von denen eine vom NDR und die andere von der Deutschen Telekom AG betrieben wird. Die Sendeanlage des NDRs dient zur Verbreitung von Fernsehprogrammen und Hörfunkprogrammen im UKW-Bereich und verwendet als Antennenträger einen 243 Meter hohen abgespannten Stahlrohrmast. Die Sendeanlage der Deutschen Telekom AG dient neben der Verbreitung von Fernsehprogrammen und Hörfunkprogrammen im UKW-Bereich auch als Standort einer Richtfunkanlage. Für die Abstrahlung der Fernseh- und Hörfunkprogramme wird ein 130 Meter hoher abgespannter Stahlrohrmast verwendet, der ursprünglich 150 Meter hoch war und zu Beginn der 90er Jahre um 20 Meter verkürzt wurde. Die Richtfunkantennen sind auf einem 57 Meter hohen freistehenden Stahlfachwerkturm, der außergewöhnnlich massiv erscheint, untergebracht. Dieser Turm trug bis zu Beginn der 90er Jahre Parabolantennen mit 18 Metern Durchmesser mit denen eine Überhorizontrichtfunkverbindung nach West-Berlin realisiert wurde und war deshalb bei Stürmen enormen Windkräften ausgesetzt.


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken